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Down-Syndrom und Bluttest

Vorgeburtliche Untersuchungen

Schwangere Frauen können
bei Ärzten oder Ärztinnen Untersuchungen machen.
Das nennt man vorgeburtliche Untersuchungen.
Die vorgeburtlichen Untersuchungen zeigen:

  • Ob die schwangere Frau gesund oder krank ist.
  • Ob das Baby im Bauch gesund oder krank ist.

Eine vorgeburtliche Untersuchung
ist zum Beispiel der Bluttest.

Bluttest

Eine Spritze zur BlutuntersuchungMit dem Bluttest kann man
manche Behinderungen feststellen.
Zum Beispiel das Down-Syndrom.
Die Kranken-Kassen bezahlen noch nicht den Bluttest.

Manche sagen:
Es wäre gut,
wenn die Kranken-Kassen den Bluttest zahlen.
Andere sagen:
Es wäre nicht gut,
wenn die Kranken-Kassen den Bluttest zahlen.
Viele Menschen haben diskutiert.

 

Ergebnis

Der Gemeinsame Bundes-Ausschuss hat sich beraten.

Die Abkürzung vom
Gemeinsamen Bundes-Ausschuss ist: G-BA.
Der G-BA entscheidet über
wichtige Fragen im Gesundheits-Wesen.
Dazu gehört zum Beispiel,
was die Kranken-Kassen bezahlen müssen.

Der G-BA hat entschieden:
Der Bluttest soll von
den Kranken-Kassen gezahlt werden.
Aber nur wenn die Frauen zum Beispiel:

  • Zu einer sogenannten Risiko-Gruppe gehören
    zum Beispiel: Frauen über 35 Jahre.
  • Eine Beratung bekommen.
    Die Beratung führt ein Arzt oder eine Ärztin durch.

Der Beschluss ist Ende 2020 fertig.
Erst dann ist der Beschluss gültig.

Meinung von der Lebenshilfe Baden-Württemberg

Die Lebenshilfe Baden-Württemberg
findet die Entscheidung nicht gut.

Durch den Bluttest
werden viele Babys mit Down-Syndrom abgetrieben.
Gleichberechtigung zwischen allen MenschenDas heißt:
Die Babys kommen nicht auf die Welt.
Der Bluttest sortiert Kinder mit Down-Syndrom aus.
Menschen mit Down-Syndrom
dürfen nicht aussortiert werden.
Alle Menschen sind gleich viel wert.
Jeder Mensch hat das Recht auf Leben.

Besser wäre es,
wenn Familien besser unterstützt werden.

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